Eingelocht! Jung und Alt mit Geduld und Charme auf dem Minigolf-Platz

Wer sagt denn, dass nur junge und fitte Menschen Minigolf spielen können? Einige Bewohnerinnen und Bewohner aus dem Alten- und Pflegeheim St. Josef in Erle bewiesen jedenfalls das Gegenteil. Denn, obwohl sie nicht mehr so fix über die Bahnen gehen können, beim Bücken nach dem Golfball nicht immer ganz nach unten reichen, Arm und Hand den Golfschläger mitunter nicht so schwungvoll und zielgenau führen können, machte ihnen das Golfen auf der Minigolf-Anlage am Schloss Berge viel Spaß. Unterstützt und begleitet wurden die Damen und ein Herr von Schülerinnen und Schülern der Gesamtschule Gelsenkirchen-Erle.

Die Mädchen und Jungen, die an diesem Freitagnachmittag mit ihnen auf dem Golfplatz unterwegs waren, engagieren sich in ihrer Freizeit in der Arbeitsgemeinschaft „Jung trifft Alt“ der Schule. Regelmäßig besuchen sie die Seniorinnen und Senioren, um für sie und mit ihnen einen abwechslungsreichen Alltag zu gestalten. Beide Generationen profitieren von diesem Projekt und erleben viele besondere Momente. Ganz selbstverständlich und vollkommen unbefangen gehen die Schülerinnen und Schüler – die als Mitglieder der AG auf das Zusammensein mit älteren und demenzkranken Menschen vorbereitet wurden – auf die Damen und Herren zu. Beeindruckend, mit wie viel Charme und vor allem Geduld sie ihnen auf dem Minigolfplatz halfen, die diversen kleinen Hindernisse als Begrenzung der Bahnen zu überwinden oder den Golfschläger zu führen. Und wenn sich der Ball einmal gar nicht in die richtige Richtung bewegen wollte, motivierten sie sie, es doch noch einmal zu versuchen. „Mit Betreten des Alten- und Pflegeheims verändert sich das Verhalten der Kinder enorm“, ist Gerhard Kitza, der das Projekt vonseiten der Schule begleitet, zu Recht stolz auf „seine“ Mädchen und Jungen.

Und weil Golfsport und der Nachmittag an der frischen Luft hungrig machen, stärkten sich anschließend alle mit Wurst vom Grill. „Das sollten wir öfter machen.“ Darin waren sich alle einig. Und die Mitarbeiterinnen des Sozialdienstes notierten diesen Wunsch gerne. Im gemeinsamen Programm, das immer für ein Jahr im Voraus vorgeplant wird, finden sich zahlreiche weitere Angebote, zum Beispiel ein Spielenachmittag oder ein Besuch in der ZOOM-Erlebniswelt.

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